Zwei Herausforderungen: Digitalisierung und Fachkräftemangel

11.05.2018

Schüco-Chef Andreas Engelhardt hält eine Rede vor Uhl-Mitarbeitern

Bemerkenswerter Besuch eines Systemlieferanten und Kooperationspartners: Am 18. April 2018 war Andreas Engelhardt, Geschäftsführer des Global Players Schüco, Anbieter von Fenstern, Haus- und Schiebetüren sowie Wintergartensystemen, bei Uhl zu Gast. Nach einer kurzen Betriebsbesichtigung gab er etwa 30 anwesenden Uhl-Mitarbeitern einen spannenden Einblick in das Innenleben seines Unternehmens und hielt einen kurzen Vortrag über die brandaktuellen Themen Digitalisierung und Fachkräftemangel.

 

Andreas Engelhardt bezeichnet es als große Herausforderung in der Zukunft, „dafür zu sorgen, dass wir mit unserem Geschäftsmodell unverzichtbar sind“. „Eine fachlich gute Leistung, eine pünktliche Lieferung und Wartung unserer Produkte – damit sollten wir punkten“, sagte der 55-Jährige. Eine seiner Philosophien in der Zusammenarbeit mit Kunden lautet: „Wir müssen unser Datenwissen gut aufbereiten und dieses unseren Kunden wie Uhl mundgerecht zur Verfügung stellen“. Bezogen auf den Kundennutzen bedeutet das: „Alle Anwendungen, die wir digitalisieren, müssen leicht funktionieren und intuitiv sein. Digitalisierung ist nicht alles, aber ohne Digitalisierung ist alles nichts.“

 

Er glaube daher an „eine Riesenchance“ für Schüco und seine Partner, weil es wenige Fachbetriebe gebe, die zugleich Qualität, Zuverlässigkeit und Schnelligkeit gewährleisten. Seine Prognose: „In Zukunft wird dafür mehr bezahlt, weil nicht jeder Betrieb diese Voraussetzungen erfüllt. Diesen Trend können wir ausnutzen,“ so der Schüco-Chef. Seine Empfehlung an die Mitarbeiter lautete, „stets offen zu sein für Innovationen, zugleich aber nicht in Hektik und Nervosität zu verfallen“. Gerade die Baubranche sei bei der Digitalisierung eine der Letzten, die auf den davonfahrenden Zug aufspringen. Dass er jeder Firma einen „vernünftigen" Internet-Auftritt empfehle, sei für ihn lediglich der erste Schritt.

 

Neben der Digitalisierung nennt Engelhardt als zweite große Herausforderung den Fachkräftemangel. Um diesem zu begegnen und gegenzusteuern, sollten Unternehmen das Thema offensiv angehen. Das bedeutet, mehr auf die Bedürfnisse der Anzuwerbenden einzugehen. Was auch für ihn früher unüblich war – etwa eine vierwöchige Auszeit der jungen Väter für die Kinderbetreuung – sei heute eben wichtig. Was die Auswahl von Nachwuchskräften angeht, empfiehlt er den Personalleitern, bei Schulabgängern nicht nur auf die Noten zu schauen. „Wir brauchen Typen, die Lust haben und scharf darauf sind, im Unternehmen etwas zu verbessern. Firmen, die sich mit solchen Mitarbeitern auf Veränderungen einstellen und die im Unternehmen gut kommunizieren können, werden überleben."

 

Bild rechts oben: Andreas Engelhardt (Zweiter von rechts) im Gespräch mit Uhl-Auszubildenden Roland Alnakoula (rechts). Foto: Uhl GmbH & Co.