„Schon mein Praktikum hat mir gefallen“

18.06.2020

Patrick Stahl absolviert seit September 2019 seine Ausbildung zum Metallbauer, Fachrichtung Konstruktionstechnik.

Was gefällt dem 18-Jährigen an seinem Handwerksberuf? Wie kam er mit dem Zwei-Schicht-Betrieb zwischen März und Mai zurecht? Und was gefällt ihm generell bei Uhl? Dazu äußert sich der Würzburger im Interview.

Frage: Was macht man als Azubi für Metallbau?
Patrick Stahl: Wir stellen in unserer Firma insbesonders Fenster, Türen und Gebäudefassaden aus Aluminum her. Derzeit bin ich mit dem Fassadenbau beschäftigt. "Dort kümmere ich mit unter anderem für Dichtungen, Isolatoren und Glasauflagen für Fassaden, Pfosten und Riegel.


Was macht Ihnen bislang am meisten Freude?
Stahl: Die Phase in der Abteilung „Blechbau“ hat mir besonders viel Spaß gemacht. Dort habe ich jeden Tag etwas anderes gemacht.

Erklären Sie kurz den "typischen" Tagesablauf, sofern es diesen gibt!
Stahl: Infolge von Corona hatten wir bis Ende Mai Zwei-Schicht-Betrieb. Manchmal fange ich bereits um 5 Uhr morgens an. Einen typischen Tagesablauf gibt es für mich aber nicht, weil ich in jeder Abteilung etwa vier Wochen lang arbeite.

Wie erleben Sie die Corona-Phase bei Uhl? Geht man unter den Kollegen seit März "anders" miteinander um?
Stahl: Durch den Zwei-Schicht-Betrieb haben wir die Chance, dass eine Schicht jederzeit weiterarbeiten kann, wenn die andere einen Corona-Fall hätte. Daher geht es für manche Kollegen schon mal um 4 Uhr früh los!

Um 4 Uhr?
Stahl: Ja, ich kann auch um 5 Uhr früh anfangen. Aber dann müsste ich manchmal am Samstag arbeiten. Und darauf habe ich keine Lust (lacht). Damit ich nicht nachts allein länger durch Lengfeld laufe, habe ich mir das E-Bike eines Kumpels ausgeliehen.


Wie gehen Sie persönlich mit „Corona“ um?
Stahl: Während meine Eltern sehr vorsichtig sind, nutze ich selber jede Chance, mich mit jemanden zu zweit zu treffen, so oft wie möglich! An Tagen, an denen ich schon um 11:30 Feierabend hatte, konnte ich mich den restlichen Tag immer zum Fahrrad fahren mit Freunden treffen. Ich habe keine große Angst, mich durch Corona anzustecken. Ein wenig aufpassen kann man ja. 


Welches Wissen möchten Sie sich besonders gerne aneignen?
Stahl: Am meisten gefreut habe ich mich auf den Schweiß-Kurs. Der ist aber leider wegen Corona ausgefallen. Ich hoffe, der Kurs wird wiederholt. Denn „Schweißen“ stelle ich mir sehr cool vor. Ich habe es schon einmal im „Blechbau“ gemacht.


Wie lange dauert Ihre Ausbildung?
Stahl: Dreieinhalb Jahre!

Was gefällt Ihnen noch bei Uhl?
Stahl: Mir war schon immer klar, dass ich eines Tages einen handwerklichen Beruf erlernen werde. Schon mein Praktikum bei Uhl vor zwei Jahren im Sommer hat mir gefallen. Was mir sehr gut gefällt: Ich habe hier keine starren Arbeitszeiten. Ich kann um fünf Uhr früh anfangen, wenn ich früher aufhören möchte, es kann aber auch später sein. Ich bin relativ froh bei Uhl zu sein. Die Kollegen sind alle nett. Mir wird alles erklärt, wenn ich etwas nicht verstehe. Ich frage auch gerne mal nach. Und: Man steht nicht so unter Druck. Wenn der Chef mal durch die Halle läuft, ist das nicht so, dass der allen Mitarbeitern bei der Arbeit zuschaut.

Gibt es etwas, was Ihnen nicht so gefällt?
Stahl: Eigentlich stört mich bei Uhl nichts. Doch… hin und wieder mal das frühe Aufstehen. Aber man gewöhnt sich auch daran. Derzeit klingelt bei mir um 3.30 Uhr der Wecker, wenn ich um 5 Uhr anfange. Da liege ich manchmal noch eine Weile im Bett und denke… oh, es ist schon wieder soweit! (lacht)

Ihre Hobbys?
Stahl: Ich gehe gerne mit Freunden aus, organisiere gerne Feiern, auch wenn das im Moment nicht so wie sonst möglich ist. Früher habe ich mal Volleyball gespielt, im Mix mit den Mädels. Nachdem die Gruppe getrennt wurde und es eine reine Jungen-Mannschaft gab, habe ich aufgehört (lacht). Na ja, vielleicht fange ich eines Tages wieder mit einer Mannschaftssportart an.


Bild oben: Patrick Stahl (Uhl GmbH)