„Kammersieger? Damit hatte ich nicht gerechnet!“

16.10.2019

Rebecca Clemens legte die beste Prüfung aller technischen Systemplaner(innen) bei der Handwerkskammer Unterfranken ab

Frage: Mit welchem Ergebnis haben Sie die Ausbildung beendet? 


Rebecca Clemens: Bei der Abschlussprüfung hatte ich die Note 1,3. Die Abschlussprüfung bestand aus einer theoretischen Prüfung, einer praktischen Prüfung, bei der ich sieben Stunden gezeichnet habe und einer mündlichen Prüfung.

Wann wurde Ihnen diese Auszeichnung erteilt?

Rebecca Clemens: Die Auszeichnung fand am 27. September in der Handwerkskammer statt.

Was bedeutet diese Auszeichnung für Sie persönlich?

Rebecca Clemens: Ich finde das schon cool, dass ich diese Auszeichnung als Kammersiegerin erhalten habe. Ich empfinde das als Ehre und freue mich natürlich sehr.


Mal Hand aufs Herz: Haben Sie damit gerechnet oder vielleicht ein wenig drauf gehofft?

Rebecca Clemens: Nein, ich hatte nicht wirklich damit gerechnet und auch – ganz ehrlich – nicht darauf gehofft. Meine Zwischenprüfung war gut, weshalb ich gehofft habe, eine gute Abschlussprüfung zu schreiben.

Manchmal gibt es Tage, da weiß man schon am Morgen: Das wird heute richtig gut….


Rebecca Clemens (lacht)…. Ich bin vom Typ her generell eher skeptisch, wenn es um solche Erwartungen geht. Manchmal bin ich unsicher was auf mich zukommt.  Als die praktische Prüfung dann vor mir lag war ich schon mal beruhigt…sehr gut, ich verstehe, was man von mir will. Das bekomme ich hin. Dass die gesamte Prüfung dann tatsächlich so gut war, war umso schöner.


Wenn Sie ein Fazit ziehen zur Ausbildung bei Uhl: Was sagen Sie im Rückblick?

Rebecca Clemens: Ich hatte während der Ausbildung super Kollegen im technischen Büro. Die konnte ich immer fragen, wenn ich etwas nicht wusste. Es kam beim Zeichnen am PC schon auch mal vor, dass ein Kollege zufällig vorbeikam und dann meinte: „Rebecca, was machst Du da gerade?“ (lacht). Er hat mir dann erklärt, wie ich es besser zeichnen kann.


Und Sie nehmen diese Hilfe gerne an…

Rebecca Clemens: Natürlich! Ich will ja auch etwas lernen. Und das klappt besonders gut, wenn ich Fragen stelle.


Das ist eine löbliche Einstellung. Manche stellen lieber keine Fragen, weil sie glauben, sie blamieren sich, wenn sie eine Wissenslücke offenbaren…

Rebecca Clemens: Das mag sein. Aber das Fragen gehört für mich zur Ausbildung dazu. Ich bin mir bewusst, was ich als Auszubildende für eine Stellung in der Firma habe: Ich bin eben die Lernende. Insofern steht es mir zu, Fragen zu stellen. Ich sehe das sogar als meine Pflicht an. Und: Ich weiß, dass ich als Auszubildende Fehler mache und das ist in Ordnung, denn aus Fehler lernt man. 

Was hat Ihnen an Ihrer Ausbildung am meisten gefallen?

Rebecca Clemens: … (überlegt)….Wenn ich Bauvorhaben gezeichnet habe, die geklärt waren. Also wenn ich die Eckdaten klar waren ging die Arbeit super schnell und gut von der Hand. … das sind schöne Arbeiten! 

Was machen Sie derzeit bei Uhl?

Rebecca Clemens:Ich bin immer noch in der Stahlbau-Abteilung und zeichne Klärungspläne, also einen Plan, den ein Architekt oder Bauherr zur Freigabe erhält. Wie der Name schon sagt: Beim Klärungsplan werden bestimmte Aspekte des Bauvorhabens geklärt.

 

Die Fragen stellte Stefan Beck

 

Teil 2 des Interviews mit Rebecca Clemens folgt in Kürze!

Bild oben: Rebecca Clemens (Mitte) bei der Überreichung der Urkunde an der HWK.

Links Anna Stolz, Staatssekretärin im Bayrischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus.
Rechts im Bild: Walter Heußlein, Präsident der Handwerkskammer für Unterfranken und


Foto: Rudi Merkl