Grundstein für die nächsten Jahrzehnte

20.05.2021

Derzeit ist UHL sein eigener Bauherr und errichtet neben den bestehenden Gebäuden einen dringend benötigten Erweiterungsbau.

Nach mehr als 25 Jahren im Gewerbegebiet Würzburg-Ost stoßen unsere räumlichen und logistischen Kapazitäten an ihre Grenzen. Das verwundert nicht, startete UHL beim Umzug im Jahr 1995 vom Neuen Hafen an den neuen Standort doch mit einer Belegschaft von etwa 65 Mitarbeitern. Dank kontinuierlichen Wachstums arbeiten auf demselben Raum mittlerweile etwa einhundert Fachkräfte. Zudem haben sich die Auftragsstrukturen geändert und auch Corona macht deutlich, wie notwendig ausreichender Platz für jeden Einzelnen sein kann.

Nebenan wächst deshalb gerade Stück für Stück ein Erweiterungsbau in die Höhe, der nicht nur für Entlastung sorgen soll, sondern auch Raum bietet für neue Möglichkeiten. Einerseits werden darin für die beiden Geschäftsbereiche Stahl- und Hallenbau sowie Fenster-, Türen- und Fassadenbau die Produktions-, Lackier- und Lagerhallen erweitert. Andererseits wird der Maschinenpark aufgerüstet, um für zukünftige Herausforderungen gewappnet zu sein.


So wird der Neubau ein neues Profilbearbeitungszentrum aufnehmen, das bei Bedarf durch einen Roboter ergänzt werden kann. Der Bereich Stahl- und Hallenbau erhält eine automatische Säge-Bohr-Anlage, die extrem wichtig für die weitere Entwicklung der Firma ist. Zusätzlich zum neuen Gebäude werden wir zukünftig eine bisher fremdvermietete Lagerhalle auf einem Nachbargrundstück für eigene Zwecke nutzen. Durch beide Maßnahmen stehen in Summe ca. 3.000 qm zusätzliche überdachte Flächen zur Verfügung.


Im Zuge dessen soll die komplette Logistik auf dem Betriebsgelände neu organisiert werden. "Wir versprechen uns dadurch natürlich auch Wachstumsmöglichkeiten über die nächsten fünf bis zehn Jahre", blickt Geschäftsführer Thomas Schneider erwartungsvoll in die Zukunft und ergänzt: "Damit verbunden sind auch die Sicherung der bestehenden und die Schaffung weiterer Arbeitsplätze."


Anfang März begannen die Erdarbeiten, Anfang Mai wurde mit der Montage der ersten Halle begonnen. „Dabei haben wir den Vorteil, dass diese komplett in Eigenregie gefertigt und montiert wird“, so Thomas Schneider. Bereits im Juli soll in der neuen Halle für den ersten Großauftrag gefertigt werden. Komplett fertiggestellt sein soll die gesamte Baumaßnahme inklusive neuem Maschinenpark und Außenanlagen Mitte 2022. Planmäßig werden dann 4 bis 4,5 Mio Euro investiert worden sein.


UHL 2.0 – eine wichtige Investition für die kommenden Jahrzehnte


Die Geschäftsleitung ist davon überzeugt, dass diese beachtliche Summe gut angelegt ist. "Intern sprechen wir von 'UHL 2.0'. Das alleine zeigt schon die Dimension dieser Baumaßnahme", betont Thomas Schneider und ordnet sie ein: "Wie der Umzug 1995 vom neuen Hafen hier in das Gewerbegebiet bedeutet nun diese Maßnahme für die Firma Uhl einen Grundstein im Hinblick auf die nächsten 15 bis 20 Jahre."


Mit der Einweihung sind auch dringend notwendige Maßnahmen in Sachen Arbeitsschutz umsetzbar. So entsteht etwa ein neuer Lackierbereich, der räumlich komplett vom restlichen Fertigungsprozess getrennt ist, sodass die Belastung mit Emissionen erheblich reduziert und die Belegschaft vor Lärm- und Geruchsbelästigungen viel effektiver geschützt werden kann.


Auch das Thema Umweltschutz wurde in der Planung berücksichtigt. So entsteht auf einem Teil der neuen Halle eine weitere Photovoltaik-Anlage, mit der Strom für den eigenen Produktionsprozess erzeugt wird. Dachflächen und Fassaden der Halle werden begrünt. Durch die Wärmedämmung der neuen Gebäude erreichen wir den Energieeffizienzstandard KfW 55. Für Kunden und Mitarbeiter sind E-Zapfsäulen geplant. "Es wird immer wichtiger, trotz Wirtschaft und Wachstum auch 'grün' zu denken", meint Thomas Schneider dazu. "Wir sind der Meinung, das haben wir bei dieser Maßnahme geschafft."


Auch wenn die Baumaßnahme bei laufendem Geschäft unzweifelhaft eine besondere Herausforderung darstellt, verströmt der Geschäftsführer Optimismus: "Immerhin sind wir bisher sehr gut durch die Corona-Krise gekommen, was bedeutet, dass wir in allen Bereichen sehr gut zu tun haben und die Sommermonate eh immer die "heißen" Monate sind." Mehr der guten Worte wird es beim demnächst stattfindenden Richtfest geben, zu dem die beteiligten Unternehmen, aber auch die lokale Politik eingeladen sein wird.

Bild oben: Hier entsteht die neue Produktionshalle von Uhl am Friedrich-Bergius-Ring.
Foto: Uhl GmbH