25 Jahre bei UHL: Alexander Cäsar

14.09.2020

Der 43-Jährige lobt den guten Draht zu seinen Kollegen und der Geschäftsleitung

Wir schreiben den 1. September 1995. Alexander Cäsar, gerade 18 Jahre alt, kann sich noch sehr gut an seinen ersten Arbeitstag bei UHL - damals schon im neuen Werk im Gewerbegebiet Ost - erinnern.

Es war ein Freitag, als er morgens gemeinsam mit drei anderen Auszubildenden vom Werkstattmeister Schlier in Empfang genommen wurde. Nach einer kurzen Führung durch die Werkstatt durfte die junge Truppe sogleich die Doppelgehrungssäge putzen, bevor als nächste Station das Büro- und Verwaltungsgebäude anstand. Dort wartete bereits die Geschäftsleitung, um die neuen Mitarbeiter zu begrüßen.


Nach dieser entspannten Prozedur durfte sich der 18-Jährige noch um die Mülltonnen kümmern, dann war schon wieder Feierabend. Denn freitags wurde damals schon nur bis um 13:15 Uhr gearbeitet. Nach dem darauffolgenden Wochenende verbrachte Alexander Cäsar die ersten Monate seiner Lehre zum Metallbauer - Fachrichtung Konstruktionstechnik in der Fensterfertigung. Hier erlernte er alle Handgriffe, die dafür nötig waren, vom Zusammenbau der Rahmen bis zum Einziehen der Dichtungen.


Dies ist ein Vierteljahrhundert her. Heute ist vieles anders. Der 43-Jährige ist überwiegend in der Fassaden-Fertigung tätig. Als Handwerker mit vielen Fähigkeiten hilft er zudem dort aus, wo in der Abteilung Metallbau gerade Not am Mann ist. Den Einsatz als Springer macht seinen Job sehr abwechslungsreich. Die Eignung dafür entwickelte sich bereits in seiner Ausbildung. So war er nach kurzer Zeit schon Urlaubsvertretung des Lageristen.  Des Weiteren wurde er als Vertreter an der Profil-Rollmaschine eingearbeitet. Nach dem Erwerb des Führerscheins wurde er als Ersatzfahrer sowie als Monteur eingesetzt.


Im Lauf der Zeit sammelte er in jeder Abteilung Erfahrungen und erlebte dabei die gravierenden Veränderungen mit, die den Arbeitsalltag prägen. Infolge der technischen Innovationen veränderte sich die Geschwindigkeit im Arbeitsleben. Terminabstände verkürzten sich, die Abläufe in der Werkstatt wurden engmaschiger. Dies macht sich auch beim Zusammenhalt innerhalb der Truppe bemerkbar. Mit der Schnelllebigkeit kommt leichter Hektik auf und auch die Kommunikation ist heute eine andere.

 

 „Jugendliche sollten Eigeninitiative zeigen“

Im Großen und Ganzen sieht Alexander Cäsar trotzdem keinen Grund zu meckern. „Vielleicht könnte man die Kommunikation von oben nach unten und von uns Arbeitern an die Geschäftsführung verbessern“, sagt der 43-Jährige, der sich bei seinem Arbeitgeber gut integriert fühlt und den guten Draht zu den Kollegen und auch zur Geschäftsleitung schätzt. Wenn man ein privates Anliegen hat, findet man dort immer ein offenes Ohr und auch eine passende unbürokratische Lösung, mit der beide Seiten zufrieden sind.

In 25 Jahren haben sich auch einige Anekdoten ereignet. Eine davon kommt zwischen den Beteiligten immer wieder zur Sprache. Sie handelt von einer Woche auf Montage mit Kollegen aus dem Stahlbau bei Bamberg - mit auswärtiger Übernachtung. Das dortige Erkunden der Gegend muss sehr lustig gewesen sein.


Was empfiehlt Alexander Cäsar heute, jungen Kollegen zu tun? Seine Tipps sind nach 25 Jahren besonders wertvoll: „Ich meine, sie sollten offen an die Arbeit herangehen, neugierig sein und Tipps von erfahrenen Kollegen annehmen. Sie sollten Eigeninitiative zeigen und sich andererseits nicht scheuen, Kollegen um Hilfe zu bitten, wenn man etwas noch nicht kann.“ All das könne dazu beitragen, sich in der Truppe wohl zufühlen, sagt er.


Alexander Cäsar, der in Prosselsheim lebt, trifft sich in seiner Freizeit gerne mit der Familie und Freunden, hört Musik und ist aktives Mitglied der örtlichen Feuerwehr. Er beherzigt das Motto "Jedem Tag und jeder Situation kann man etwas Gutes abgewinnen" und freut sich auf viele weitere Jahre im Familienunternehmen.

 

Bildunterzeile: Alexander Cäsar meint: „Jugendliche sollten neugierig sein und Tipps annehmen“
Foto: Uhl